Neben den Forschungstätigkeiten ihrer Professoren haben auch andere Wissenschaftler unter dem Dach der UKU einen Platz gefunden und arbeiten in ihrem jeweiligen Fachgebiet.
Ein Beispiel hierfür ist RISU, ein Forschungsprojekt, das bemüht ist, aussagekräftige Statistiken über die Zusammensetzung einzelner Konfessionen und religiöser Gruppen in der Ukraine und ihr Verhältnis zueinander zu erstellen. Verlässliche Zahlen sind in dieser Hinsicht kaum zu finden, da nahezu alle öffentlichen Statistiken bewusst oder unbewusst verfälscht wurden.
Das Institut für Kirchengeschichte erforscht im Rahmen des Forschungsprojektes „Gesichter der Tapferkeit“ die noch wenig erschlossene und zumeist nur mündlich überlieferte Geschichte der Griechisch-Katholischen Kirche der Ukraine während ihrer Zeit als Untergrundkirche (1946 bis 1989). Die viel beachtete Arbeit hat seit 1992 zahlreiche Erinnerungsstücke von Geistlichen wie Laien über die Liturgie und das Leben der Gemeinden im Untergrund zusammengetragen und ans Licht der Öffentlichkeit gebracht.
Im Rahmen des seit 2006 laufenden Projekts „Pädagogik der Schriftkunde für Laien und Wissenschaftler“ am Institut für Katechese und Religionspädagogik wurden bereits mehrere Handbücher entwickelt und veröffentlicht, die praktische Hilfe ebenso wie Ausgangspunkt wissenschaftlicher Forschung sein können und sollen. Teile des Textes, wie auch die Gesamtausgabe werden Pfarreien angeboten, um sie bei der Vermittlung der Frohen Botschaft an Kinder wie Erwachsene zu unterstützen.
Das Projekt „Die christliche Soziallehre und die Legislatur der Ukraine: Eine vergleichende Studie von Grundsatzprinzipien“ am Institut für Religion und Gesellschaft setzt sich dafür ein, einen Dialog zwischen Theologie und den unterschiedlichen Akteuren der politischen Arena aufzubauen und die Grundgedanken der christlichen Ethik vermehrt in die Gesetzgebung der Ukraine einfließen zu lassen. Im Laufe des Projekts werden zahlreiche Publikationen veröffentlicht, Seminare abgehalten und Konferenzen zur Präsentation der Zwischenergebnisse und als Anstoß für weitere Bemühungen organisiert. Auch ein thematisch verwandtes Universitätsseminar konnte angeboten werden.
Das „Leopolis Projekt“ ist eine Informationsquelle für Kunst, Kultur und zahlreiche weitere Disziplinen der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Abgeleitet vom griechisch-lateinischen Namen Lvivs, erforscht das Projekt gemeinsame kulturelle Wurzeln im nationalen, regionalen und transnationalen Kontext.
Mit „Galiciana“ entsteht zurzeit ein elektronischer Katalog der Architektur in der Westukraine. Am Ende der Arbeit soll ein umfassender elektronischer und architekturhistorischer Atlas Galiziens mit einer interaktiven Landkarte als Herzstück stehen.

